Artikel in der Kategorie: Für Kollegen

Neues Antibiotikum bei Clostridien difficile Infektion

Fidaxomicin, ein neues makrozyklisches Antibiotikum, hat sich in einer Phase III Studie mit 548 Patienten bei Cl.difficile Infektionen als genauso wirksam wie Vancomycin erwiesen. Der Wirkstoff erreicht eine hohe fäkale Konzentration, wird nur gering resorbiert und zeigt wenig Nebenwirkungen auf die Darmflora. Die in Studie mit dem neuen Wirkstoff behandelten Patienten hatten ein signifikant niedrigeres Rezidivrisiko als die Vancomycin-Gruppe.

(Quelle : N Engl J Med 2011: 364: 422-431)

, ,

Keine Kommentare

Darmkrebsvorsorge Erfolgsprogramm immer noch zu wenig genutzt

(14.12.2010) Seit acht Jahren gibt es in Deutschland ein Programm der Gesetzlichen Krankenkassen zur Früherkennung von Darmkrebs durch eine Darmspiegelung. In dieser Zeit sind laut Hochrechnung von Prof. Dr. Hermann Brenner vom Ärztlichen Zentrum für Qualität im Gesundheitswesen rund 100.000 Krebsfälle verhindert worden.
“Trotz dieser Erfolgszahlen müssen wir feststellen, dass die Teilnehmerrate am Vorsorgeprogramm sinkt”, bedauert Dr. Arno Theilmeier vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng). Die Zwischenbilanz nach acht Jahren Früherkennungskoloskopie ist gerade im Dt. Ärzteblatt veröffentlicht worden. Danach wurden bei mehr als 300.000 Teilnehmern fortgeschrittene Adenome entdeckt und entfernt und circa 50.000 kolorektale Karzinome frühzeitig und zumeist in einem heilbaren Stadium erkannt.
“Zwar kennt nach einer Umfrage des Allensbacher Meinungsforschungsinstitut fast jeder Bundesbürger das Vorsorgeprogramm. Die Teilnahmerate ist mit jährlich drei bis vier Prozent der Anspruchsberechtigten aber noch nicht ausreichend, um die anspruchsvollen Ziele des Programms zu verwirklichen,” betont Dr. Theilmeier. Der bng plädiert deshalb für die bundesweite Einführung eines Einladungsverfahrens durch die Krankenkassen, wie es sich in verschiedenen Modellprojekten bereits bewährt hat.
“Die Darmspiegelung ist das sicherste und beste derzeit verfügbare Verfahren zur Vorbeugung und Früherkennung von Darmkrebs”, so Dr. Theilmeier. “Studien belegen, dass mehr als 95 Prozent aller Darmkrebsfälle durch ein konsequentes Screening vermieden werden könnten. Wenn ein Darmkrebs in frühem Stadium entdeckt wird, kann er in fast allen Fällen geheilt werden. Die Lebenserwartung ist dann nicht verkürzt.” Weitere Informationen zur Darmkrebsvorsorge gibt die bng-Kampagnenseite im Internet:
www.ich-geh-da-hin.de. Die Veröffentlichung der Zwischenbilanz finden Sie im Internet: „Zwischenbilanz der Früherkennungskoloskopie nach acht Jahren“.

, , ,

Keine Kommentare

Sensitivität und Spezifität von Occultblut-Tests

Vergleichende Untersuchung von gujakbasierten (g-FOBT) und immunologischen (i-FOBT) Okkultbluttests mit Befunden des Koloskopiescreenings bei einer asymptomatischen Bevölkerung

Methode : 646 Patienten aus 13 gastroenterologsichen Arztpraxen wurden zwischen Juli 2008 und August 2009 im Rahmen der Vorsorgekoloskopie rekrutiert. Alle erhielten beide Stuhltests und die Koloskopie. An den Ergebnissen wurde die Sensitivität und Spezifität errechnet.

Ergebnisse : Bei 347 Koloskopien (53,7%) wurden kolorektale Karzinome, Adenome, Polypen oder sonstige Befunde erhoben, 299 (46,3%) waren negativ. Der g-FOBT entdeckte 24 der positiven Fälle (6,9%), der i-FOBT 36 (10,4%). Die 299 negativen Fälle wurden vom g-FOBT zu 97% (290) und vom i-FOBT zu 94% (281) richtig erkannt.

Daraus ergibt sich für den i-FOBT eine 50,7% höhere Sensitivität als für den g-FOBT.

Schlussfolgerung: Die erschreckend niedrigen Sensitivitäten der Okkultblutteste belegen, dass diese die Vorsorgekoloskopie nicht annähernd ersetzen können!

Die Autoren schlussfolgern aber auch, das der immunologische Test mit seiner deutlich höheren Sensitivität den bisherigen gujakbasierten ablösen sollte.

(Quelle : Verdauungskrankheiten, Jahrgang 28, Nr. 4/2010, S. 159-166)

, , ,

Keine Kommentare

Reizdarm: Ein Ausdruck für mangelhafte Diagnostik ?

Die Fruktosemalabsorption – eine prospektive Studie zu ihrem Stellenwert in der Differenzialdiagnostik bei Reizdarm-Symptomatik

Methode: 601 Patienten mit der Diagnose Reizdarmsyndrom zeigten zu 57% eine Fruktosemalabsorption und nur zu 20% eine Laktoseintoleranz. 9% zeigten bei beiden Tests eine Symptomatik, nur 14% bleiben ohne pathologischen Test !

Ergebnisse: Von 340 fruktoseintoleranten Patienten zeigten 82% eine signifikante Besserung der Symptome nach 3-monatiger Diät.

Schlussfolgerung: Der Test auf Fruktosemalabsorption sollte in die Leitlinie zur Diagnostik des Reizdarmsyndroms der DGVS implementiert werden (zu erwarten im Juni 2010).

(Quelle: Verdauungskrankheiten, Jahrgang 28, Nr. 4/2010, S. 167-174)

Kommentar: In unserer Praxis gehen wir schon lange sehr skeptisch mit der Diagnose Reizdarmsyndrom um. Aus unserer Sicht lässt sich in fast allen Fällen eine Ursache der Beschwerden finden. Wir führen den Fruktosetest bereits standardmäßig durch, wenn der Laktosetest unauffällig war. Wichtig ist bei beiden Tests eine standardisierte und insbesondere ausreichend lange Durchführung. So laufen die H2-Atemteste bei uns über 3 Stunden in der Praxis und die Patienten werden aufgefordert, Spätsymptome im Laufe des Tages telefonisch zu melden. Bei grenzwertigem Test empfehlen wir eine probatorische Diät über 4-6 Wochen.

Ist bei relevanter Klinik die gesamte Diagnostik, einschließlich endoskopischer Untersuchung mit Stufenbiopsien, unauffällig, so empfehlen wir eine pseudo-allergenarme Diät nach AWMF-Leitlinie.

,

Keine Kommentare

Willkommen Gesundheit

Wir sind für sie da.Willkommen auf der Seite der Gemeinschaftspraxis Dr. Matthias Andersen und Mesut Tonk. Uns geht es um ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit. Damit sie diese möglichst lange behalten oder auch schnell wieder erlangen, finden sie hier alle Informationen die ihnen auf dem Weg helfen.

Wir haben für sie allgemeine Infos zu unserem Team, der Praxis, zur Kontaktaufnahme, sowie auch Gesundheits- und Ernährungstipps zusammengestellt, die ihnen helfen sollen eines der komplexesten Funktionsysteme des menschlichen Körpers, den Magen-Darm-Trakt, fit und gesund zu halten.

Für Fragen oder wenn sie Informationen vermissen, stehen wir ihnen gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns telefonisch unter 02309/9621-0 oder über unser Kontaktformular.

,

Keine Kommentare